Die Piratenfraktion im Ruhrparlament ärgert sich über Fehler, die zu einem verzögerten Regionalplan geführt haben. Statt 2020 soll er nun erst mehrere Jahre später fertig gestellt werden. Die Piraten sehen nun allerdings auch Chancen für einen Kurswechsel in Richtung mehr Umwelt- und Klimaschutz.

Für Umwelt und Klima: mehr Freiflächen!

„Eine zentrale Aufgabe des RVR ist der Umweltschutz und der Erhalt der Regionalen Grünzüge im Ruhrgebiet. Sowohl bei der Erstellung des Regionalplans als auch bei der jetzt laut werdenden Kritik wird aber viel zu einseitig auf die Interesse der Wirtschaft mit ihrem unstillbaren Flächenhunger Rücksicht genommen. Die Städte müssen endlich lernen, dass sie nicht unendlich wachsen können. Der Regionalplan Ruhr muss im Sinne des Klima- und Umweltschutzes mehr Freiflächen ausweisen!“, so Dirk Pullem, Fraktionsvorsitzender der Piraten.


Nach Ansicht der Piraten ist schon die Berechnungsgrundlage für die Flächenbedarfe für Gewerbe und Industrie falsch gewählt. Derzeit werden die Wachstumsraten und Bedarfe der Vergangenheit einfach fortgeschrieben.

„Richtig wäre, die notwendigen Flächen für die Versorgung des Ruhrgebiets als Grundlage heranzuziehen. Das Wohl der Menschen im Ruhrgebiet muss im Vordergrund stehen. Der ungesunde Exportüberschuss darf nicht auch noch zu weiterer Umweltzerstörung in der Region führen!“, so Dirk Pullem weiter.

Ein guter Regionalplan bedeutet mehr Klima- und Umweltschutz!

Vor diesem Hintergrund wundern sich die Piraten nicht über die zahlreichen Stellungnahmen aus der Bevölkerung zum Regionalplan:

„Es ist das gute Recht der Bevölkerung, sich zu äußern. Die Anzahl der Stellungnahmen zeigt, dass die Menschen nicht ausreichend mitgenommen wurden und es noch Änderungsbedarf gibt. Ein guter Regionalplan muss die Interessen dieser Menschen, die derzeit für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen, und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum ökologischen Zustand unseres Planeten berücksichtigen! Eine Verschiebung des Regionalplans nach der nächsten Kommunal- und Landtagswahl ermöglicht es den Wählerinnen und Wählern, die Karten in diesem Sinne neu zu mischen.“, meint Dirk Pullem.


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