Am 27.Januar 1945 befreite die Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz.
Die Gräuel dieses Vernichtungslagers steht Sinnbild für die menschenverachtenden Verbrechen des Dritten Reiches. Diese Schuld kann nicht gesühnt, der millionenfache Mord nicht ungeschehen gemacht werden. Und es kann darauf nur eine Antwort geben: NIE WIEDER!

In den Jahren 1940 bis 1945 starben in Auschwitz weit über 1 Millionen Menschen. Der allergrößte Teil der Opfer waren jüdischen Glaubens. Die genaue Zahl der Opfer lässt sich nicht exakt angeben, da viele gleich nach ihrer Ankunft in den Gaskammern ermordet und ihre Leichen verbrannt wurden. Andere Insassen des Konzentrationslagers wurden zu Tode gefoltert, viele müssen arbeiten, bis sie vor Entkräftung und Hunger starben.

Als die Soldaten der Roten Armee das Vernichtungslager am 27.Januar 1945 erreichten, fanden sie dort knapp 7000 völlig entkräftete, bis aufs Skelett abgemagerte KZ-Häftlinge vor. Zehntausende Häftlinge kamen noch wenige Wochen vorher auf „Todesmärschen“ ums Leben, als die SS-Wachmanschaften hastig das Lager geräumt und nach Westen geflohen sind. Der größte Teil der Baracken, Gaskammern und Krematorien war im Auftrag der Täter gesprengt worden. Viele Akten und Totenscheine wurden verbrannt. Die SS hatte versucht, Beweise und Spuren ihrer Verbrechen zu vernichten.

 

Die Befreiung von Auschwitz von Konstantin von zur Mühlen on Vimeo.

 

Seit 1947 sind die erhaltenen Anlagen in Auschwitz-Birkenau eine Gedenkstätte. Seit 1979 ist es UNESCO-Weltkulturerbe. Jährlich besuchen über 2 Millionen Menschen die Gedenkstätte und das angeschlossene Museum.
Der Tag der Befreiung von Auschwitz, der 27. Januar, wird seither als historischer Gedenktag begangen – in kollektiver Erinnerung an alle Opfer der Vernichtungslager der Nazis. Seit 2005 ist der „Holocaust Memorial Day“ auch ein weltweiter Gedenktag.

Die Erinnerung an die menschenverachtende Mordmaschinerie der Nazis in Auschwitz und anderswo mahnt uns alle, solche Verbrechen nie wieder zulassen zu dürfen!

Wenn heute Politiker von einer „180°-Wende in der deutschen Erinnerungskultur“ fantasieren, wenn Neonazis auf Demonstrationen offen antisemitische Parolen grölen, wenn Vertreter dieser faschistoiden Ideologie wieder morden in diesem Land…
… ist es unser aller Aufgabe, entschlossen und klar dagegen zu kämpfen.

Nie wieder Faschismus!

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