RVR-Piraten kritisieren die geplante Unterbrechung des Radschnellwegs in Mülheim

mcdevitt_dieterDie RVR-Piraten kritisieren das Vorhaben der Stadt Mülheim, den geplanten Radschnellweg mit einer Hochpromenade zwischen Mülheimer Hauptbahnhof und Ruhrufer zu unterbrechen. Diese Hochpromenade mit Sitzgelegenheiten und Blumenbeeten sollen sich Fußgänger und Radfahrer teilen, sie sollen zum Verweilen eingeladen werden, natürlich mit der Einschränkung für die Radfahrer nicht „durchzubrettern“. Im Sommer vergangenen Jahres hatte die Stadt die Pläne für diese Flaniermeile vorgelegt, nun werden die neusten Entwürfe im Planungsausschuss der Stadt Mülheim eingebracht. Die Stadt Mülheim argumentiert, dass sie mit der Hochpromenade Gelder aus dem Topf der Städtebauförderung abgreifen kann.

Für die RVR-Piraten steht die geplante Hochpromenade in Mülheim im Widerspruch zum eigentlichen Anspruch des Radschnellwegs. Der Radschnellweg sei wie der Name schon suggeriert ein Schnellweg für Radfahrer und keine Aussichtsplattform für Fußgänger. Vielen Politikern falle es aber offensichtlich schwer sich vorzustellen, dass Radfahrer Straßen nutzen, um schnell von A nach B zu kommen und nicht, um sich in ihrer Freizeit zu beschäftigen.

„Wir sehen die Gefahr, dass das Beispiel Mülheim Schule macht und auch andere Städte am RS1 mit ähnlichen Baumaßnahmen den Grundgedanken des Radschnellwegs durchkreuzen. Sicherlich sind Fördergelder immer verlockend, aber hier sollte sich die Stadt Mülheim lieber noch einmal überlegen, ob sie den Radschnellweg wirklich zur Farce verunstalten möchten“, ärgert sich Dieter McDevitt von den RVR-Piraten.