Baden gehen in Dorstfeld

RVR-Piraten: Neubau des „Westbades“ nicht gegen den Willen der Menschen vor Ort

Dirk Pullem
Fraktionsvorsitzender

Die Piratenfraktion im Regionalverband Ruhr (RVR) wird dem Neubau des Hallenbades „Westbau“ im Revierpark Wischlingen nicht gegen den Wunsch der Menschen vor Ort zustimmen. Die Verbandsversammlung des RVRs stimmt am 6. Oktober ab über die Pläne der Dortmunder Stadtverwaltung, das marode Hallenbad „Westbad“ im Dorstfelder Ortskern abzureißen und im Revierpark Wischlingen GmbH, einer Gesellschaft mit RVR-Beteiligung, neu aufzubauen. Die Menschen in Dorstfeld hatten bereits 2015 bei der ersten Diskussion um das „Westbad“ gegen einen Neubau außerhalb des Ortskernes demonstriert.

Den RVR-Piraten ist es wichtig, die Wünsche und Ansprüche, die die Menschen in Dorstfeld an das Bad stellen, in die Entscheidung bei der Standortfrage mit einzubeziehen. Letztendlich sind sie ja die Nutzer des Bades. Für den Standort im Dorstfelder Ortskern Kortental sprechen unter anderem die bessere Erreichbarkeit und die Sicherheit des Anfahrtsweges besonders für Ältere und Kinder.

Dirk Pullem, Fraktionsvorsitzender der RVR-Piraten und selbst Dortmunder, kritisiert, dass SPD, CDU, FDP und AfD sich über den Willen der Menschen vor Ort hinwegsetzen: „Als Teil der Daseinsvorsorge muss das Bad für die Menschen in Dorstfeld und Umgebung gut erreichbar in der Nähe sein und nicht außerhalb hinter einem Industriegebiet. Das müssen auch die Fraktionen im RVR wahrnehmen und nicht stattdessen zweifelhafte Synergieeffekte heranziehen. Für wen treffen wir schließlich unsere Entscheidungen?“

Darüber hinaus sind die Tarife der Badnutzung noch nicht geklärt, da der Neubau im Revierpark Wischlingen die Mitbenutzung des Freizeitbades Wischlingen inkludiert, was zu höheren Eintrittspreisen führt. Die Möglichkeit, schwimmen zu gehen, muss jedoch unbedingt für alle bezahlbar sein.